Die Kleinen Teufel von Teguise (los diabletes) sind eine der bezauberndsten Figuren der beliebten Tradition, die in Teguise gegen Ende des 15. Jahrhunderts begann. Das Verschmelzen des Glaubens der Ureinwohner und Christen mit den abergläubischen Praktiken der ersten maurischen und afrikanischen Sklaven in diesem Bereich, gaben den Figuren des Kleinen Teufels die Form, widergeboren als ein Ziegenbock, Symbol der Männlichkeit und Fruchtbarkeit.

 

Der Tanz der Teufel, wie er von den Schafhirten interpretiert wurde, wurde ursprünglich in den Nächten zwischen Weihnachten und dem Dreikönigsfest abgehalten mit Betonung auf dem Neujahrsabend. Auch die römische Saturnalien-Freudenfeste zur Ehre von Bacchus fanden vom 17. bis zum 23. Dezember statt.Jedoch wurden alle diese Feste und heidnischen Rituale dieser Zeit später christianisiert und in die Lichtmesse umgewandelt, die in den frühen Morgenstunden stattfand als Sieg über die Dunkelheit.

Teguise, war die erste Hauptstadt nach der Kolonisierung der Kanarischen Inseln, und stellte die größte kulturelle Beinflussung des gesamten Archipels während fast des gesamten 15. Jahrhunderts dar. Sie wurde in Liedern und Balladen dieser Zeit bekannt gemacht, lange vor der Herrschaft Granadas.

Die Schafhirten, welche Jahre zuvor in der "Großen Stadt" mit ihren wettergegerbten Hörnern getanzt hatten, wurden jetzt wieder zu Sklaven und Dienern, die für den Corpus Christi tanzten als Teufel verkleidet. An diesem Tag wurden die Straßen Teguises mit den schönsten Insignien für die Prozession geschmückt. Zusammen mit dem Heiligen waren Richter, Gouverneure, Regimente und Schriftgelehrte anwesend, aber geführt wurden alle von den Teufeln und Trommlern.

Mit der Geburt von Felipe II im 16. Jahrhundert wurden die Feste für Corpus Christi durch zusätzliche Kampfveranstaltungen und Pferde erweitert. Und im 17. Jahrhundert waren die am liebsten genutzten Teufelskostüme aus Ziegenfell, welches mit Schweineschmalz und Fett gegerbt wurde. Bauern und Ziegenhirten erhielten das notwendige Geld zur Teilnahme von ihren Herren. Später übernahm der Stadtrat von Teguise die Verantwortung nicht nur die Kostüme für die Teufel zu kaufen, sondern auch die der Trommler und Tänzer gemäß des Stadthauptbuches. Der an jedermann ausgezahlte Betrag war nur die Hälfte des Gesamtbetrages. Diese Tanztradition wurde im Verlauf der Zeit an anderen Tagen des Jahres gefeiert und wurde in die Karnevalsfeiern von heute verwandelt.

Frau Rosalia Spinola Aldana, Ehefrau des berühmten Dr. Alfonso Spinola, gab der Maske eine neue From: es war nun nicht länger ein Ziegenbock, sondern ein Stier mit Zunge und Hörnern. Das Leder wurde ersetzt durch Leinen- oder Musselinhosen und -jacken, angemalt mit roten und schwarzen Diamanten und überzogen mit Glocken. Ein Schafhirtenbeutel aus Ziegenleder befestigt an einem Stock mit einer Kordel wurde dazu genutzt, den Jugendlichen angstzumachen. Aber, trotz all dieser Veränderungen, der Ursprung des Schafhirtentanzes blieb offensichtlich. Jedoch war es Eliseo Diaz, der die Maske perfektionierte. Viele in Teguise erinnern sich an den Schreck den Miguel Callero erlitt, als Eliseo Diaz eine seiner Masken tragend während des Karnevals sah. Der arme Miguel erschreckte sich so sehr, daß er schreiend durch die Straßen rannte, er hätte den leibhaftigen Teufel gesehen.

Die Cabrera Brüder führten die Tradition der Maskenherstellung weiter, indem Sie Gußformen aus Erde von La Mareta herstellten.

 
Escudo Teguise

Verfügung gestelt vom:
KreisverwaltungsstellenTeguise Absteilung für Kultur
Franciso Hernández Delgado
(Abteilung für Kultur)

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Los Diabletes
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